Suche
  • Carrie

und dann gings auf die Intensivstation

die ersten Tage...

Der erste Tag war aufregend. Wir bekamen Besuch und kuschelten den ganzen Tag; nur trinken wollte sie nicht. Die U1 wurde gemacht und der stolze Papa begleitete sie.

Schon am Abend schaute die Schwester kritisch unsere Tochter an. Als ob etwas nicht stimmen würde. Sie beruhigte mich jedoch gleich, da sie meine Verunsicherung gleich spürte. Es kann schon vorkommen, dass die Kinder erschöpft sind und den ersten Tag nach der Geburt nichts trinken möchten.

Der zweite Tag brach an und auch hier wollte sie nicht. Die Krankenschwester kam und wir versuchten es an der Brust und mit der Flasche, nichts wollte klappen. Sie schlief und schlief und bewegte sich kaum. Sie rollte mit den Augen nach oben und wir schauten uns verunsichert an. Was war mit ihr? War sie krank? Was fehlte ihr? Ein Kinderarzt wurde gerufen, der uns dann erklärte, dass er sie gerne mit auf die Intensivstation nehmen würde, zur Kontrolle und Überwachung. Wir sollten uns keine Sorgen machen, es ist zu ihrer Sicherheit.

Überforderung. Ich meine, wir waren seit 2 Tagen Eltern, die glücklichsten Menschen überhaupt. Stolz, so ein Wunder in den Armen zu halten und dann sagte uns jemand, dass sie dein Kind auf die Intensivstation verlegen möchten. Ich hatte das im ersten Moment nicht begriffen. Wie denn auch? Für mich war die Intensivstation immer etwas ganz brenzliches.

Wir wurden abgeholt und auf die Intensivstation gebracht. Sie kam in ein Bettchen und wurde verkabelt. Eine Schwester erklärte uns den Monitor. Hier konnte man Herzschlag, Puls und Sauerstoffsättigung sehen. Eine Magensonde wurde anschließend gelegt, so bekam sie dann die Muttermilch.

Wir blieben natürlich bei ihr. Alle drei Stunden sollte sie gefüttert werden. Spät am Abend ging ich in mein Zimmer zurück, mein Partner fuhr nach Hause. Dann stellte ich mir den Wecker für Nachts drei Uhr und dann wieder auf 6 Uhr morgens. Ich wäre auch alle zwei Stunden aufgestanden, es wäre egal gewesen. Hauptsache ich konnte für sie da sein, sie füttern und ihr zeigen, dass sie nicht alleine ist. Ich wusste nicht, dass dieser Rhytmus für die nächsten drei Wochen mein Leben bestimmen würde.

879 Ansichten
 

Abo-Formular

77815 Bühl

  • Instagram

©2020 Kleeblog - Alle Rechte vorbehalten