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  • Carrie

Medizinische Dienst

Viele von euch kennen ihn, ein paar möglicherweise nicht, daher erzähle ich euch heute vom medizinischen Dienst, kurz MDK.


Zugegeben, bevor sie in die Kita kam, kannte ich ihn auch nicht. Einer der Geschäftsführer der Lebenshilfe, mit ihm hatten wir ein Gespräch zwecks Unterstützungsmöglichkeiten für unsere Kleine,erzählte uns von den unterschiedlichen Möglichkeiten Unterstützungen zu erhalten. Hier eben auch vom MDK.


Man stellt einen Antrag bei der Krankenkasse, diese leiten dann das ganze Prozedere ein. Es geht wirklich ratz fatz. Ne Woche später wars, glaube ich, hat sich jemand telefonisch gemeldet zwecks Terminplanung. Ganz wichtig hierbei war, dass die Kleine auch vor Ort ist. Ja, klar, kann ich total nachvollziehen und macht ja auch Sinn, denn sie schreiben ja ein Gutachten und wollen natürlich sehen, wen sie hier beurteilen. Andererseits finde ich es echt bescheiden, vor dem Kind davon zu reden, was sie denn alles eben nicht kann. Was andere Kinder im gleichen alter schon machen. Das ist, wie wenn jemand nur über deine schlechten Seiten redet und du es selbst nicht ändern kannst und hinnehmen musst. Aber ja, dafür sind sie ja da, um eben das Nicht-können zu beurteilen. Sonst geht's halt nicht. Macht schon Sinn.

Also dann...


Es war soweit und ich bat die Mutter meines Freundes zu kommen, da sie dann mit der Kleinen zum spielen ins Wohnzimmer gehen kann und ich konnte mit der Dame in Ruhe sprechen. Sie zählte die Stufen beim nach oben laufen, schaute, ob alles ebenerdig ist in der Wohnung und wieviel Toiletten vorhanden sind. Es kamen dann die Themen wie Mobilität, Eigenständigkeit und kognitive Fähigkeiten nach und nach ins Gespräch.


Es ging circa eine Stunde und sie versuchte auch mit unserer Maus in Kontakt zu treten, was sie aber komplett ignorierte bzw vielleicht auch einfach nicht wollte.


So, dann wars das, der MDK geht, erstellt das Gutachten und leitet es an die Krankenkasse/Pflegekasse weiter. Diese melden sich dann schriftlich und übersenden das Gutachten mit dem Ergebnis.


Im Gutachten stehen dann die abgefragten Positionen und auch wieviele Punkte gegeben worden sind. Ganz wichtig finde ich auch zu wissen, dass ab Antragstellung dann der Pflegegrad gilt. Also wenn der MDK viel um die Ohren hat und erst nen Monat später Zeit hat, verliert ihr dadurch sozusagen nichts.


Entweder man akzeptiert es oder sieht es anders, dann kann man Widerspruch einlegen. Tatsächlich hatten wir beim ersten Mal Widerspruch eingelegt und dann wurde das Gutachten erneut aufgenommen.


Ja und that's it. Ihr könnt online mal schauen, welcher Pflegegrad euch zustehen würde, sofern ihr Anspruch habt. Es gibt viele Pflegegradrechner, schaut einfach mal.


Wenn ihr nach einiger Zeit merkt, dass euer Kind in der Entwicklung zwar Fortschritte macht oder gar stehen bleibt und ihr der Meinung seid, es sollte neu geprüft werden, ob der aktuelle Pflegegrad noch korrekt ist, könnt ihr einen Antrag auf Höherstufung bei eurer Krankenkasse stellen.

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