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  • Carrie

endlich nach Hause

Aus dem Krankenhaus raus Richtung Auto zu laufen als Familie war ein wundervolles Gefühl. Jede frischgebackenen Eltern wissen und kennen dieses Gefühl. Wir fuhren 20 Minuten in Richtung Heimat und wurden von einem selbstgemachten Storch und mit Blumen geschmückten Büschen emfpangen. Unsere beiden Kater waren sehr neugierig auf die neue Mitbewohnerin, schnupperten und beobachteten mit Sicherheitsabstand.


Es war so schön, endlich zuhause zu sein. Wir drei zusammen in unseren eigenen vier Wänden. Angst war auch dabei, klar. Wir waren jetzt alleine und uns bei so vielem noch unsicher. Die letzten drei Wochen waren wir 24 Std/Tag immer jemand um uns herum. Täglich besuchte uns eine Dame vom Pflegedienst und schaute nach der Magensonde und erkundigte sich nach dem Wohlbefinden.

So planlos und leichtfüßig ich vor der Schwangerschaft durch mein Leben ging, so war ich jetzt das genaue Gegenteil. Wir richteten uns nach dem Plan, den das Krankenhaus für uns erstellt hatte und schrieben akribisch jeden getrunkenen Milliliter von ihr in unser Büchlein. Wir wussten es auch nicht besser und vertrauten darauf. Ob es im Nachhinein gut war, kann ich nicht sagen, wir hatten es anders nicht versucht. Bis zu der Woche, als sie sich die Magensonde selbst zog. Ab hier wussten wir, sie ist bereit zum Essen. Nach einer kleinen kurzen Panikattacke und fünfmal tief Luft holen, bestärkte uns ihr unbewusstes Lächeln und wir nahmen uns viel Zeit zum Essen und sie trank mal mehr, mal weniger.

Die Hebamme kam täglich vorbei und wog sie und gab uns Tipps. Das hochkalorische Pulver mischten wir in die abgepumpte Muttermilch und so peppelten wir sie bis zum Juli auf 5 Kilogramm hoch.

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